Samstag, 10.03.18 - Kossuth Klub

Europe on the social road – community for the society, with the people

„Soziale Grundrechte haben Vorrang vor wirtschaftlichen Interessen. Sie sind ein Grundpfeiler eines sozialen Europas.“ Mit diesen Worten betonte Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DBG), die Notwendigkeit sozialpolitischer Fortschritte in Europa. Dies war auch das zentrale Thema des Diskussionsforums “Soziale Zukunft Europas“, am 10. März 2018 in Budapest, durchgeführt in Kooperation zwischen dem Ungarischen Gewerkschaftsbund (MASZSZ) und dem FES-Büro Budapest.

Im Mittelpunkt der Diskussion stand eine gerechte und nachhaltige Weiterentwicklung der Wirtschafts- und Sozialpolitik in Ungarn und Europa, die hinsichtlich der Zukunft der Europäischen Integration, dem Ende der Sparpolitik und einer verstärkten Zusammenarbeit der Gewerkschaften debattiert wurde. In diesem Kontext konnten für die Veranstaltung Experten aus den Bereichen Politik und Gewerkschaft gewonnen werden. Reiner Hoffmann, Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DBG), begann mit seinem Keynote-Referat und gab einen Überblick über aktuelle Entwicklungen der europäischen Wirtschafts- und Sozialpolitik. Er betonte, dass auf europäischer Ebene mehr soziale Teilhabe und Chancengleichheit zur Stärkung einer nachhaltigen Sozialpolitik innerhalb Europas notwendig sei.  

Im weiteren Verlauf diskutierte László Kordás, Präsident des ungarischen Gewerkschaftsbundes (MASZSZ), aus gewerkschaftspolitischer Perspektive die aktuelle Situation von Arbeitnehmer_innen in Ungarn, sowie deren Herausforderungen für die Zukunft. Anknüpfend informierte László Andor, ehemaliger EU-Kommissar für Beschäftigung, Soziales und Integration, über Perspektiven und neue Ansätze zur Verbesserung der Sozialpolitik innerhalb der EU-Mitgliedsstaaten. Neben der aktuellen Wirtschafts- und Sozialpolitik wurde auch die prekäre Situation von Arbeitnehmer_innen in Ungarn und Europa aus einer gewerkschaftspolitischen Perspektive diskutiert.

Resümierend wurde durch die Veranstaltung ersichtlich in welcher desolaten Lage sich die Europäische Union in Bezug auf sozialen Wandel und gerechte Teilhabe befindet. Eine Reform für eine nachhaltige Wirtschafts- und Sozialpolitik ist unumgänglich, um sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt, sowohl in Ungarn, als auch in Europa zu gewährleisten. In diesem Kontext leistete das Diskussionsforum einen essentiellen Beitrag zum Verständnis der aktuellen Situation und gab einen Einblick in zukünftige Herausforderungen für ein gerechteres und soziales Europa.

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