Samstag, 06.10.18

Gute Arbeit im öffentlichen Dienst kann nur kollektiv erkämpft werden

Am 6. Oktober 2018, dem Vortag des internationalen Tages der menschenwürdigen Arbeit, folgten mehr als 100 Menschen der Einladung von Friedrich Ebert Stiftung und SZEF, der Gewerkschaftskonföderation „Forum für Gewerkschaftliche Zusammenarbeit“. Gemeinsam mit Jurist_innen und Fachexpert_innen aus dem wissenschaftlichen und gewerkschaftlichen Bereich wurde über die Arbeitsbedingungen und Zukunft der Angestellten im öffentlichen Sektor diskutiert.

Es gibt derzeit keine Möglichkeit, für die 560.000 Angestellten des öffentlichen Sektors, also für immerhin 18% der Gesamtbeschäftigten, einen Kollektivvertrag abzuschließen.

Nach Meinung des Arbeitsjuristen, Dr. Gábor Kártyás, ist es unwürdig, dass die Löhne im öffentlichen Sektor seit 10 Jahren nicht erhöht wurden. Darüber hinaus hatte die – grundsätzlich sehr begrüßenswerte und überfällige - deutliche Erhöhung des Mindestlohnes in den letzten 2 Jahren die unerwünschte Folge, dass die Lohntabelle des öffentlichen Dienstes  gewissermaßen „komprimiert” wurde und zu sehr starken Verzerrungen zwischen Einstiegsgehältern und jenen von Altverträgen führte.

Angesichts des angekündigten, drastischen Stellenabbaus im öffentlichen Bereich erinnerte die Konferenz nachdrücklich daran, dass im öffentlichen Sektor Dienstleistungen für die Gesamtbevölkerung angeboten werden, deren Qualität stark davon abhängig ist, unter welchen Arbeitsbedingungen die Angestellten arbeiten müssen.

Unter menschenwürdiger Arbeit sind unter anderem die würdige Entlohnung, sozialer Schutz der Familien, das Recht zur Vereinigung und Vertretung und die Gleichheit zwischen Frauen und Männern zu verstehen. Zielsetzung von SZEF ist, diese Forderungen gegenüber der ungarischen Regierung durchzusetzen.

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